So kam der Mensch
auf die Milch
Als der Mensch lernte Ziegen,
Schafe und Kühe für sich zu
nutzen, wurde es schnell zuviel
Milch. Dadurch wurde sie dann in
Holz oder Tongefäßen gelagert.
Da man früher von Hygiene nicht
viel hielt, lagerten sich kleine
Milchreste die beim Reinigen
übersehen wurden in den
Gefäßen ab, und durch das
Aufbewahren der Milch neben
dem Feuer oder in der Sonne
wurde die Milch schnell sauer
und dick.
Als die Menschen aus Neugier die
saure Milch probierten, stellten
sie fest das sie genießbar war.
So entstand der erste
Sauermilchkäse!
Schnell wurde das Zufallsprodukt
Sauermilchkäse zu einem festen
Bestandteil des Speiseplans der
Menschen.
Süßmilchkäse wurde
von Jägern entdeckt
Auch Süßmilchkäse ist ein
Zufallsprodukt.
Hierzu gibt es zwei Legenden.
Als die Jäger jagten hatten sie ein
junges Kalb erlegt. Beim zerlegen
öffneten sie auch den Magen des
Tieres, das zuvor vermutlich Milch
getrunken hatte. Denn im Magen
fanden sie eine feste, weiße
Masse die essbar war.
Durch das Labenzym im
Kälbermagen wurde die Milch
dickgelegt.
Die zweite Geschichte sagt, das
die früheren Hirten ihre Milch
immer in getrockneten
Schafsmägen aufbewarten. Da
sich aber darin noch reste vom
Verdauungsenzym Lab befand war
die Milch am Abend geronnen.
Durch das Schütteln während der
Wanderschaft und der Wärme am
Tag fanden die Hirten eine
Flüssigkeit (Die Molke) und weiße,
dicke Klumpen (Den Käsebruch)
vor.
Durch diese zwei
Gegebenheiten lernten die
Menschen, das Labenzym aus
Kälber-, Schaf-, und
Ziegenmägen für die
Herstellung von Käse zu nutzen.